Das Wohnen im Reihenhaus
Reihenhaus ArTo - Fotolia.com
Seit den 50er und 60er Jahrenfreut sich das Reihenhaus in Deutschland einiger Beliebtheit. Es zeichnet sich dadurch aus, dass es direkt zwischen zwei anderen Wohngebäuden steht, eben in einer Reihe mit mindestens drei oder mehr Häusern. Meist stehen sie in einer glatten Reihe aneinander, manchmal sind sie aber auch treppenartig versetzt angeordnet, um zum Beispiel bessere Sicht oder Sonnenschutz zu gewährleisten. Die gemeinsamen Wände mit den benachbarten Wohngebäuden bieten sowohl Vorteile als auch Nachteile. Ein ständiger Nachteil ist, dass nur in der Vorder- und Rückseite des Hauses Fenster eingebaut werden. Außerdem kann es zu Ärgernissen kommen, wenn die Nachbarn einen anderen Lebensrhythmus und -stil haben und es deswegen zu Streitereien kommen kann. Hierbei sind die Eigentümer_innen der Reihenhäuser auf sich gestellt, schließlich gibt es keine_n Vermieter_in, der oder die einschreiten könnte. Allerdings sind die heutigen Reihenhäuser mit einer ausreichenden Schallisolierung ausgestattet, sodass es eher selten zu extremer Lärmbelästigung kommen sollte. Ein großer Vorteil ist, dass die Gebäude, die sich direkt zwischen zwei anderen befinden, weniger wärmeisoliert werden müssen, da die Wärme nur über zwei Seiten entweichen kann.
Die Baukostenund auch die Unterhaltungskosten sind generell niedriger als bei einem freistehenden Haus. Außerdem kann jeder Meter des Grundstücks genutzt werden, es muss schließlich auch keinen Mindestabstand eingehalten werden.
Nachteil ist allerdings, dass der Wiederverkaufswert eines Reihenhauses, aufgrund der meist geringen Größe, niedriger bewertet, als bei einem freistehenden Haus oder einer Doppelhaushälfte. Andererseits liegt es häufiger stadtnah oder sogar innerhalb einer Stadt, was es wieder sehr attraktiv macht.
Sehr beliebt ist das Wohnen in einem Reihenhaus besonders unter jungen Familien. So ein Haus mit Garten bietet oft mehr Platz als eine Etagenwohnung und die laufenden Kosten sind auch bezahlbar. Außerdem finden sich unter den Nachbarn auch meist Spielkamerad_innen für die Kinder und Gleichgesinnte unter den Erwachsenen.



