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Sind Einweg-Putztücher besser?

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Einweg-Putztücher werden als effektiv und hygienisch beworben. Mittlerweile gibt es sie von namhaften Herstellern und man kann sie in den Regalen der Discounter finden. Letztes Jahr wurden laut der Sendung “Markt” 13,6 Millionen Packungen verkauft, sie werden also auch beim Kunden immer beliebter. Aber reinigen diese “Putzwunder” tatsächlich besser? Nicole Beck, Sachverständige für das Gebäudereinigerhandwerk, hat verschiedene Einwegtücher getestet.
Zuerst waren Fensterreinigungstücher von zwei deutschen Drogeriemarktketten dran. Für ein großes Wohnungsfenster musste sie 16 Tücher benutzen und das Ergebnis war trotzdem schmierig. Festklebender Schmutz blieb ganz haften. Diese Tücher eignen sich also höchstens für kleine Flächen. Auch die Bodenwischtücher konnten die Testerin nicht überzeugen. Das feuchte Tuch versagte bei einer Mischung aus Cola und Staub – es verteilte den Dreck nur auf dem Boden. Toiletten lassen sich mit den Einwegtüchern ebenfalls nicht effektiv reinigen, sie eignen sich vielleicht noch dazu, die Klobrille abzuwischen. Aber unter den Rändern ist es empfehlenswert, auf herkömmliche Putzmittel zurückzugreifen.
Ein weiterer großer Nachteil der Einmal-Tücher ist natürlich der anfallende Müll. Wer nach jedem Wischen mehrere – Wenn man schon für ein Fenster 16 Tücher aufwenden muss, wie viele braucht man gar, um den Boden einer Wohnung zu putzen? – Lappen in den Abfall werfen muss, putzt nicht sehr ökonomisch und schadet der Umwelt. Sogar bei der Herstellung der Tücher werden viel Energie, Wasser und Rohstoffe benötigt. Der Naturschutzbund (NABU) bezeichnet dies als “unnötige Ressourcenverschwendung”. Dazu kommen noch die hohen Kosten. Die Reinigung mit Einweg-Tüchern ist vergleichsweise teuer. “Markt” hat berechnet, dass das Wischen mit Wasser und Allzweckreiniger rund neun Cent kostet, das Wischen mit den Feuchttüchern sei drei mal so teuer. Beim Fensterputzen sogar 100 mal.



